50ccm Scooter
Mit Motorrollern ist die Zeit der 50er und 60er Jahre untrennbar verbunden. Sie waren damals das Gefährt des kleinen Mannes und wurden sogar für lange Urlaubsreisen genutzt. Sie wurden nach und nach durch die Autos verdrängt und haben ihren Bestand in den letzten Jahren wieder vergrößert. Neben den Motorrollern mit stärkeren Motoren und größeren Hubräumen sind die scooter 50cc mit ihren kleinen Zweitaktmotoren noch immer weit verbreitet. Sie sind vor allem bei Jugendlichen extrem beliebt, da sie einfach zu fahren und preiswert im Unterhalt sind. Die Motorroller werden seit einigen Jahren mit dem englischen Begriff Scooter bezeichnet, womit jedoch zum Motorroller kein technischer Unterschied ausgedrückt wird.
Motorroller mit 50 ccm sind Kleinkrafträder
Scooter 50cc dürfen ab 16 Jahren mit der entsprechenden Fahrerlaubnis für Kleinkrafträder bewegt werden. Sie erreichen Höchstgeschwindigkeiten bis zu 50 km/h. Ältere Modelle dürfen in dieser Klasse bis zu 60 km/h schnell werden, wenn sie in der ehemaligen DDR zugelassen waren und somit Bestandsschutz genießen. Zum Fahren eines 50er Rollers besteht eine Helmpflicht mit einem zugelassenen Sturzhelm für Zweiräder. Er muss mindestens der Europanorm 5 entsprechen und darf nur mit geschlossenem Kinnriemen verwendet werden. Die Getriebe der Motorroller sind meistens Automatikbetriebe mit 3 Gängen und einer Fliehkraftkupplung. Daher ist die Bedienung der Fahrzeuge einfach und bedarf keiner besonderen Ausbildung oder Kenntnisse. Es sind Modelle mit Elektro- und Kickstarter im Handel erhältlich.
Für die kleinen Entfernungen ideale Fahrzeuge
50er Scooter sind wegen ihrer Wendigkeit besonders für den Stadtverkehr geeignet. Sie dürfen nicht auf Fahrradwegen bewegt werden und eignen sich vor allem für kurze Strecken in idealer Weise. Sie sind leicht und platzsparend abzustellen und werden von den Ordnungskräften in der Regel auch auf dem Bürgersteig parkend akzeptiert. Fast alle Fahrzeuge dieser Art haben ein Staufach unter der Sitzbank und einige Modelle verfügen über einen zusätzlichen Gepäckträger. Oft ist an den vorderen Beinschilden ein Haken zum Anhängen einer Tasche vorgesehen. Die Motoren arbeiten meistens nach dem Zweitaktprinzip und verursachen unangenehme Geräuschkulissen und ungereinigte Abgase. Einige Modelle sind vorbildliche leise. Die Schmierung der Motoren kann durch separate Öltanks oder Tanken von speziellem Zweitaktgemisch je nach Modell unterschiedlich bewerkstelligt werden. Beleuchtungsanlagen und Bremsen sind in der Regel den geringen Fahrleistungen angepasst und nicht überdurchschnittlich leistungsfähig.
Preiswertes Vergnügen
Ein kleinvolumiger Motorroller ist eine erschwingliche Angelegenheit. Die Versicherungskennzeichen schlagen im Jahr mit 60 bis 70 Euro zu Buche. Der Verbrauch auf 100 km liegt bei den meisten Modellen zwischen 2 und 3 Litern. Die 50er Scooter müssen nicht zum TÜV und bedürfen keiner Zulassung. Bei der Anschaffung eins solchen Motorrollers locken häufig Warenhäuser und Baumärkte mit sehr preiswerten Importfahrzeugen aus Fernost. Sie sollten nicht ohne eine vorherige Abklärung der Ersatzteilversorgung und Möglichkeiten für Wartung und Reparatur gekauft werden. Die Durchsetzung von Garantieansprüchen sollte ebenfalls bedacht werden. Vor allem Jugendliche basteln gerne an den Motorrollern und verändern Motorleistung und Geschwindigkeit. Eltern sollten daher öfter einen prüfenden Blick auf die Verkehrssicherheit der Motorroller werfen.
